Binäre Optionen richtig handeln

Wer Binäre Optionen richtig handeln möchte, muss natürlich zunächst ihre Funktionsweise verstanden haben. Es handelt sich um ein relativ junges Anlageprodukt, das erst 2008 für Privatpersonen freigegeben wurde, institutionelle Investoren nutzten es schon etwas früher. Im Namen steckt die Funktionsweise: Eine Binäre Option inkludiert nur zwei („binär“) mögliche Ausgänge der Anlage: Der Trader erhält einen vorab definierten Gewinn oder verliert seinen Einsatz komplett. Einige Broker nehmen eine geringe Rückvergütung zwischen 10 bis 15 Prozent vor. Allein aufgrund dieser Konstruktion stellt sich auch für erfahrene Trader die Frage, wie sie Binäre Optionen richtig handeln können.

Binäre Optionen richtig handeln: Auswahl einer Option

Anleger von Binären Optionen können zwischen den vier Assetklassen der Indizes, Aktien, Rohstoffe und Währungen wählen, in seltenen Fällen werden auch exotische Assets wie Rohstoffindizes, Anleihen oder gar Währungspaare wie Bitcoin/Euro und Bitcoin/Dollar angeboten. Wer Binäre Optionen richtig handeln möchte, sollte sich mit der Assetklasse und am besten mit dem einzelnen Wert genau beschäftigt haben. Das Verhalten eines Wertes trägt recht individuelle Züge: Aktien und Rohstoffe tendieren oft über längere Zeit (Wochen, Monate und Jahre), Aktienindizes neigen im Intraday- und Wochengeschehen zu unkontrollierbaren Sprüngen, Gold ist für seine Breakouts bekannt, Majorwährungen bewegen sich zueinander in Swings (keine der beiden Währungen Dollar und Euro fällt oder steigt gegen die andere unendlich weit). Je nach diesem Charakter wählt ein Trader die passende Binäre Option unter den folgenden Möglichkeiten:

  • Call/Put: Der Anleger setzt auf einen steigenden oder fallenden Kurs des Basiswertes.
  • Touch-Optionen: Die Binäre Option soll eine bestimmte Preisschwelle berühren.
  • Range-Optionen: Die Option soll in einer vorab´definierten Range (oder auch außerhalb bei Out-of-Range-Optionen) enden.

Daneben gibt es Sonderformen wie 30- und 60-Sekunden-Optionen (nur für Call/Put) und Zusatzfeatures wie einen Option Builder zur Eigenkonstruktion einer Option, Early Closure für das vorzeitige Schließen und Rollover für das gegenteilige Verlängern der Laufzeit. Die Broker schütten auf einfache Optionen wie Call und Put Gewinne zwischen rund 70 bis 90 Prozent aus, schwierigere Spekulationen wie die Touch- und Range-Optionen können, wenn sie aufgehen, mit sogenannten High Yields belohnt werden. Das sind Superprofite zwischen etwa 120 bis zu 700 Prozent (bei wenigen Brokern), der Durchschnitt der High Yields liegt bei 200 bis 300 Prozent. Die Laufzeiten können ultrakurze 30 Sekunden, 15 bis 60 Minuten, einige Stunden, Tage und Wochen sowie auch ein Jahr betragen. Aus diesen Umständen ergibt sich das Risikomanagement, mit dem Trader Binäre Optionen richtig handeln können.

Mit welchem Kapital und Risiko kann ich Binäre Optionen richtig handeln?

Das Risikomanagement ist zweifellos der heikelste Punkt, wenn Anleger Binäre Optionen richtig handeln möchten. Gerade für erfahrene Trader eröffnet sich hier ein vollkommen neuer Blickwinkel, denn bei klassischen Derivaten – CFDs, Knock-outs, klassische Optionsscheine – regulieren sie ihr Risiko über das Stopplossmanagement. Dieses entfällt bei Binären Optionen. Es ist in dieser Hinsicht zu konstatieren, dass junge Trader, die ihre Börsenkarriere mit Binären Optionen beginnen, möglicherweise deren Risiko gänzlich anders betrachten und vielleicht gar nicht schlecht managen. Ein einfaches Beispiel: Im klassischen Trading gehen viele Händler von der Ein-Prozent-Regel aus, die besagt, man soll nie mehr als ein Prozent des zur Verfügung stehenden Kapitals pro Trade riskieren. Das bedeutet, wenn eine Position im Gewinn steht, kann sie per Stopploss abgesichert werden, der Händler kann die nächste Position mit einem Prozent Risiko eingehen. Wenn nun bereits 10 Positionen im Gewinn stehen, kann er theoretisch die 11. Position mit 11 % Risiko eingehen – auf die Gesamtzahl der Positionen gerechnet hält er sich an die Ein-Prozent-Regel. Wer Binäre Optionen richtig handeln möchte, müsste mangels Stopplossmanagement zu diesem Zweck 100 Positionen gleichzeitig eingehen. Da das höchstens theoretisch möglich ist, bedarf es einer neuen Betrachtung des Risikomanagements, wenn Trader ihren Gewinn optimieren, nicht alles auf eine Karte setzen und dennoch mit vollem Kapitaleinsatz Binäre Optionen richtig handeln möchten.

Binäre Optionen richtig handeln

Quelle: alphaoption.com