Dollar Euro – Umrechner Euro Dollar Kurs

Mit dem Währungspaar Dollar Euro ist landläufig der Kurs des US-Dollars gegen den Euro gemeint, was nicht selbstverständlich ist. Es gibt insgesamt 32 Dollar-Währungen, der US-Dollar ist nur die stärkste und ohnehin die dominierende Weltwährung, die inzwischen im Euro einen starken Gegenspieler gefunden hat.

Aber auch exotische Währungen wie die der Britischen Jungferninseln, von Belize, Simbabwe oder den Salomonen heißen Dollar, am bekanntesten sind neben dem US-Dollar noch der Australische und Kanadische Dollar. Sollte ein Währungsrechner aber nach Dollar Euro durchsucht werden, erscheint ganz selbstverständlich zuerst der US-Dollar gegen den Euro.

Dollar Euro: eine lange gegen eine kurze Geschichte

Die Euro-Geschichte ist kurz, die des Dollars etwas länger. Er wurde 1785 kurz nach der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung (1776) als Hauptwährung der USA eingeführt, zuvor hatten regionale Währungen in den Kolonien vorgeherrscht. Jedoch wurden nicht etwa einfach die Währungen aller Kolonialmächte übernommen, das britische Pfund war gar in Nordamerika verboten, der französische Franc konnte sich kaum durchsetzen. Es dominierten im 17. und frühen 18. Jahrhundert niederländische Gulden und spanische Real, der inneramerikanische Handel war erschwert. Nach dem europäischen Wort „Taler“ bezeichneten bald die Amerikaner den spanischen Real als spanischen „Dollar“, daraus leitet sich vermutlich die Wortschöpfung ab. Der Dollar war damals die erste Währung der Welt, die auf einem Dezimalsystem fußte und lange Zeit an den Silberpreis für Dollarmünzen gekoppelt war, 1900 führten die USA den Goldstandard ein.

Nach der Entstehung des Bretton-Woods-Systems 1944 wurde der mit Gold unterlegte US-Dollar die absolut dominierende Leitwährung der Welt. Den Goldstandard gaben die Amerikaner 1971 auf, Bretton Woods scheiterte 1973/1974. Das Paar Dollar Euro wurde nach der Euro-Einführung (Buchgeld ab 01.01.1999) mit 84,80 notiert (11. Mai 2014: 0,7267). Die Europäer betrachten viel weniger Dollar Euro als Euro Dollar, am 01.01.1999 betrug der Kurs 1,1789, heute sind es 1,3761. Nach der Euro-Einführung stieg Dollar Euro an (1,2118 am 26.10.2000), danach verlor er an Wert, den größten Fall erlebte der Dollar Euro im Zuge der amerikanischen Subprime-Krise 2007/2008. Vor allem die permanenten amerikanischen Leitzinssenkungen setzten dem Dollar Euro zu, der am 15.07.2008 bei 0,6225 notierte (umgekehrt Euro Dollar: 1,5990).

Gegenwärtige Bedeutung von Dollar Euro

Zunächst einmal ist das Währungspaar für US-Reisende interessant, die im Mai 2014 für einen Euro rund 1,38 Dollar erhalten. Spekulanten beobachten natürlich die Währungsentwicklung dieser beiden Majors, die wirtschaftspolitisch eine sehr hohe Bedeutung genießt, da es sich um die beiden mit Abstand größten Währungsräume der Welt handelt. Der Dollarkurs (EUR-USD) nimmt großen Einfluss auf die Rohöl- und damit auf die Heizöl- und Benzinpreise, zudem beeinflusst er den europäisch-amerikanischen Handel auf dem Konsum- und Investitionsgütermarkt sehr stark. Zuletzt erstarkte der Euro gegenüber dem Dollar sehr, weshalb es in jüngster Zeit Stimmen gibt, die eine Intervention der EZB gegen einen zu starken Eurokurs gegenüber dem Dollar befürworten. Unter anderem der Vertreter der deutschen Wirtschaftsweisen Peter Bofinger äußerte sich im Mai 2014 dementsprechend.

Da sich die Wechselkurse beileibe nicht immer an den makroökonomischen Fakten orientieren, sei ein Eingreifen der Notenbanken gerechtfertigt, so Bofinger zur „Welt am Sonntag“. Eine Möglichkeit der Intervention wäre etwa ein Aufkauf amerikanischer Staatsanleihen durch die EZB, eine andere Option bestünde in direkten Dollarkäufen. Dem steht eine Expertise des DIW (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung) entgegen, die belegen soll, dass der starke Euro der europäischen Wirtschaft nicht schade. Zumal deutsche Firmen bräuchten sich deshalb keine Sorgen machen, so die Experten. Da deutsche Exporteure eine unangefochtene Position als Weltmarktführer oder verdeckte Champions einnähmen, dürfte der Kurs kaum die Exportchancen beeinträchtigen. Unternehmen in europäischen Krisenländern hingegen könnten unter Umständen gefährdet sein. Eine ähnliche Position zum Dollar Euro nahm etwa zeitgleich der Commerbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer ein, der darauf verwies, dass die Wirtschaftsgefahren aufgrund von Währungsschwankungen in der Regel übertrieben würden. Die expansive Geldpolitik mit den historischen Niedrigzinsen treibe gerade die deutsche Wirtschaft so sehr an, dass Währungseffekte überkompensiert würden, so Krämer.