Euro Pfund – Umrechnung Pfund Euro

Beim Währungspaar Euro Pfund ist immer das britische Pfund gemeint, auch andere Länder verwenden das Pfund als Währung (Ägypten, der Libanon, der Sudan und weitere Staaten). Während in den anderen Staaten deren Pfund mit dem britischen Pfund bis auf den Namen nichts gemein hat, ist das britische Pfund auch auf der Isle of Man und den britischen Kanalinseln die offizielle Währung. Das Gibraltar-Pfund wiederum ist eine eigene Währung, obgleich die Enklave zur britischen Krone gehört und dort auch das britische Pfund akzeptiert wird. Dieses hat eine sehr lange Geschichte, man vermutet, dass es die älteste noch verwendete Währung ist. Damit treffen mit Euro Pfund ein absoluter Newcomer und ein echter Methusalem unter den Währungen aufeinander.

Euro Pfund: Währungsgeschichte verstehen

Die Briten halten an ihrem Pfund hartnäckig fest und werden es wohl auch nicht aufgeben, dagegen hat der erst 1999 als Buchwährung und 2002 als Bargeld eingeführte Euro keine Chance. Hinzu kommen die aktuellen Unwägbarkeiten beim Euro, immerhin gibt es schon länger Spekulationen darüber, ob die Eurozone wieder auseinanderbrechen könnte. Die Briten werden sich also hüten, ihre Währung aufzugeben, die vermutlich 1.200 Jahre alt ist und bis heute neben dem Dollar, dem Euro, dem Schweizer Franken und dem Yen zu den großen Majorwährungen (konvertiblen Währungen) gehört. Das hat nur teilweise mit der Wirtschaftskraft Großbritanniens zu tun, die zwar beachtlich ist, aber ebenso Stärken und Schwächen wie alle entwickelten Volkswirtschaften der Welt aufweist. Jedoch ist das Pfund Sterling bedeutsam genug, dass es viele Staaten als Währungsreserve halten.

Immerhin fällt Euro Pfund seit einem knappen Jahr, denn im Mai 2014 erhalten Europäer nur knapp 0,82 Pfund Sterling für einen Euro (Währungsrechner), im Juli 2013 waren es noch über 0,87 Pfund. Pfund Sterling heißt das britische Pfund übrigens wegen seiner sehr langen Basis auf Sterlingsilber, also Silber mit einer Reinheit von 925/1.000 Anteilen, das stabil genug ist, um Silbermünzen daraus herzustellen. Die erste Erwähnung von Sterlingsilber findet sich im 11. Jahrhundert, zum Pfund Sterling wurde die Währung durch die Subsumierung von 240 Pennys in einem Pfund. Diese Zählweise ist indes noch viel älter und stammt schon aus dem 8. Jahrhundert n. Chr., kurze Zeit später bürgerte sich der Name Pound (Pfund) für die englische Währung ein. Über die genaue Namensherkunft und Währungsgeschichte gibt es unterschiedliche Legenden, eines ist jedoch klar: Das Pfund Sterling ist sehr alt, der Euro sehr jung, beide Währungen sind heute für den Welthandel höchst bedeutsam. Das ist das Spannende an Euro Pfund.

Pfund Euro in der Leitwährungsbetrachtung

Der Euro steigt sukzessive zu einer wichtigen Weltleitwährung auf, diese Rolle hatte sehr lange das Pfund inne. Seit Großbritannien ab dem 16./17. Jahrhundert sein Empire aufbaute, wurde das Pfund immer bedeutsamer und schuf damit die Basis für die bis heute anhaltende Akzeptanz als Leitwährung. Ab dem Jahr 1931 gab es gar einen Sterlingblock, das waren Staaten, die ihre Währungen vom Goldstandard abkoppelten und stattdessen an das britische Pfund banden. Britische Kolonien und von Großbritannien abhängige Staaten wie Ägypten, der Irak und Transjordanien, ebenso die wirtschaftlich stark mit Großbritannien assoziierten Staaten Australien, Neuseeland, Irland und Neufundland gehörten sofort zum Sterlingblock, später kamen Thailand, die skandinavischen Staaten, Iran und Südafrika hinzu.

Dieser Block unterstützte maßgeblich die britische Wirtschaft und Rüstungsfinanzierung im Zweiten Weltkrieg, das System hatte bis in die 1950er Jahre bestand, als schon der Dollar die offizielle Weltleitwährung durch Bretton Woods (1944) geworden war. In der Geschichte ab 2000 steigt jedoch der Euro zur Leitwährung auf, was die Betrachtung Euro Pfund sicherlich bestimmen muss. Der Euro wird von immer mehr Staaten als Währungsreserve gehalten, Öl wird teilweise schon in Euro und nicht mehr in Dollar gehandelt. Diese Tatsachen, hinter denen allerdings auch politische Statements pro Euro und kontra Dollar stehen, beeinflussen das Verhältnis Euro Pfund natürlich etwas weniger als die realen Wirtschaften, die hinter den Währungsräumen stehen. Aktuell etwa (Mai 2014) verzeichnen die Briten eine leicht sinkende Industrieproduktion, während Euroländer wie Deutschland ungemein prosperieren. Das dürfte dem Euro Pfund Kurs wieder Auftrieb verleihen (Devisenkurse aktuell).