Forex Indikatoren im Scalping

Forex Indikatoren dienen auch beim Scalping dem effizienten Handel an der Forex und sind in sehr viele Handelprogramme integriert. Forex Trader suchen zwangsläufig nach solchen Hilfsmitteln, wobei alle erfahrenen Trader hier zu Augenmaß raten. Es gibt nicht nur sehr viele, sondern auch sehr viel ähnliche Indikatoren, deren gleichzeitiger Einsatz unsinnig ist. Andererseits funktionieren einige Forex Indikatoren nur im Zusammenspiel mit weiteren Indikatoren, die auf anderen Daten basieren – beispielsweise Momentum-, Preis- und Volumenindikatoren.

Herkunft der Forex Indikatoren

Die große Indikatorenentwicklung setzte in den 1970er Jahren mit der Computerisierung des Börsenhandels ein, wobei gleitende Durchschnitte oder Fibonacci-Zahlen wesentlich älter sind. Bestimmte Oszillatoren wie der MACD oder die Stochastik konnten aber erst entwickelt werden, als Computerprogramme sie ausrechnen und darstellen konnten. Hinzu kommt speziell bei den Forex Indikatoren und ihrer Entwicklung der Zugang der breiten Öffentlichkeit und damit privater Trader zum Devisenmarkt, der erst ab 1980 begann. Der Devisenmarkt stellte bis dato längst nicht die Liquidität bereit, von der man heute ausgeht (vier bis fünf Billionen Dollar täglich), Forex Indikatoren waren auch für die großen Marktteilnehmer wenig interessant. Die Zentralbanken legten vielmehr Referenzkurse für Majorpaare fest. Ab 1980 setzten zwei Entwicklungen parallel ein: der Einzug der Computertechnik in den Börsenhandel und die Aufweichung von Wechselkursen der Währungen, die vielfach zuvor starrer gegeneinander gekoppelt waren. Nun wurden a) die Forex Indikatoren für Händler immer interessanter, sie konnten b) auch technisch bereitgestellt werden.

Forex Indikatoren: Arten und Wirkung

Es ist unmöglich, in einem kurzen Beitrag alle Forex Indikatoren aufzuzählen, der MetaTrader4 etwa wird ab Werk mit 200 voreingestellten Indikatoren ausgeliefert. Daher sollen hier nur einige Beispiele aufgezählt werden, die für unterschiedliche Arten von Forex Indikatoren mit jeweils unterschiedlicher Wirkung stehen.

  • Moving Average: Der gleitende Durchschnitt gehört zu den bekanntesten Indikatoren nicht nur an der Forex und dient als trendfolgender Preisindikator. Seine Aussage lautet, dass die Preisfortsetzung wahrscheinlicher in seiner Nähe stattfinden wird.
  • Trading mit RSI: Auch der Relative Strength Index gehört zu den Forex Indikatoren. Es ist ein hilfreicher Oszillator, der einen überkauften oder überverkauften Zustand des Marktes anzeigt, nach dem der Trendwechsel wahrscheinlicher wird. Das ist gerade an der Forex sehr oft zu erwarten.
  • Stochastik: Auch die Fast und Slow Stochastik kann überkaufte und überverkaufte Marktsituationen in der Forex identifizieren. Innerhalb der Forex Indikatoren wird sie gern eingesetzt, weil ihre Darstellung mit den Linien %K und %D sehr einfach aufgebaut ist.
  • MACD: Dieser Forex Indikator liefert die Moving Average Convergence/Divergence, also das Zusammen- oder Auseinanderlaufen eines gleitenden Durchschnitts. Er gilt als wichtigster Oszillator und eignet sich gleichermaßen für trend- und rangegebundene Märkte, somit für die Forex. Als einer seiner größten Vorzüge innerhalb der Forex Indikatoren gilt, dass er das sich ändernde Momentum visualisiert.

Es gibt noch viel mehr Indikatoren, so den Volumenindikator ADL (Accumulation Distribution Line) von Chaikin, den Momentumindikator RoC (Rate of Change), den Trend-Indikator TRIX oder die Bollinger Bänder, um nur einige der bekanntesten zu nennen. Forex Trader müssen in jedem Fall mit einem Chart-Tool eine Weile experimentieren, um herauszufinden, mit welchen Forex Indikatoren sie am besten zurechtkommen.