Forex Indikatoren

Forex Indikatoren dienen dazu, Handelsgelegenheiten zu identifizieren und Punkte für Kauf- und Verkaufsstopps festzulegen. Es handelt sich vorrangig um technische Indikatoren, nur wenige Trader nutzen an der Forex die Fundamentalanalyse. Es gibt sehr viele technische Forex Indikatoren, die objektive Handelssignale liefern und manuell oder automatisiert einzusetzen sind. Die in Softwareprogrammen wie MetaTrader enthaltenen Forex Indikatoren setzen die Signale automatisch um.

Wie funktionieren die Forex Indikatoren?

Prinzipiell leiten die Forex Indikatoren aus historischen Kursen eine weitergehende Prognose ab und generieren damit ein Kauf- oder Stoppsignal. Historisch meint in diesem Zusammenhang keinesfalls „uralt“, auch die Kurse der letzten Stunde sind historische Kurse. Es gibt Preis-, Volumen-, Momentum- und Volatilitätsindikatoren, Chartprogramme wie MetaTrader können mehrere Hundert davon gleichzeitig verarbeiten. Das macht allerdings wenig Sinn, weil sich viele Forex Indikatoren ähneln. In der Praxis erweist es sich als hilfreich, bestenfalls drei bis sechs Forex Indikatoren gleichzeitig einzusetzen. Beispiele wären als Preisindikator der trendfolgende gleitende Durchschnitt, der sich gut in ein Chartprogramm integrieren lässt. Am bekanntesten ist der MACD (Moving Average Convergence/Divergence), der das Zusammen- und Auseinanderlaufen von Trendlinien misst und aus exponentiell gewichteten Durchschnitten berechnet wird.

Im Chart wird er durch zwei Linien darstellt, die MACD- und eine Signallinie. Bei der Kreuzung der Linien entstehen Kauf- und Verkaufssignale. Dieser wie die meisten anderen Forex Indikatoren lässt sich hinsichtlich seiner eher schnellen oder langsamen Reaktion auf den Markt konstruieren, indem der Trader eine Periodeneinstellung vornimmt. Zu beachten ist in diesem Zusammenhang, dass viele heute verwendete Forex Indikatoren – so auch der MACD – ursprünglich aus dem Aktienmarkt stammen und damit auf Perioden von Tagen und Wochen hin konstruiert wurden. Diese Perioden sind im Forex Markt nur bedingt geeignet.

Oszillatoren als Forex Indikatoren

Als wichtige Forex Indikatoren gelten die Oszillatoren, die Hinweise auf Markextreme liefern (sogenannte überkaufte oder überverkaufte Szenarien). Oszillatoren integrieren unter anderem das Momentum und setzen die Stärke eines Trends zu seinen Momentum-Eigenschaften ins Verhältnis. Das gelingt freilich mehr oder weniger gut. Es sei an dieser Stelle darauf verwiesen, dass einige Trader die Begrifflichkeiten „überkauft“ und „überverkauft“ komplett ablehnen, weil sie wissen, dass ein Trend unendlich dauern kann. So gesehen kann nichts „überkauft“ oder „überverkauft“ sein. Dennoch ist es richtig, dass der Markt zu Extremen reagiert und anschließend oft den Ausgleich sucht und dass zweitens Oszillatoren das darstellen können. Einer der bekanntesten Forex Indikatoren, der heutzutage im Bereich der Oszillatoren eingesetzt wird, ist der RSI, den Welles Wilder schon in den 1970er Jahren und wiederum für den Aktienmarkt entwickelt hatte. Er kennzeichnet die relative Stärke eines Trends (Relative Strength Index). Der vierte der häufig verwendeten Forex Indikatoren ist die Stochastik. Wenn Trader diese vier Forex Indikatoren (gleitender Durchschnitt, MACD, RSI und Stochastik) anwenden, erhalten sie recht zuverlässige Signale. Die Herausforderung besteht nun darin, über einen Expert Advisor, wie ihn der MetaTrader liefert, aus diesen vier Forex Indikatoren ein einziges Signal für den Ein- und Ausstieg aus einer Position zu generieren. Diese Aufgabe gilt als schwierig und kann nicht in jeder Marktsituation gelingen.

Wie zuverlässig funktionieren die Forex Indikatoren?

Trader müssen sich vom Mythos verabschieden, die Signale aus Forex Indikatoren seien etwas so mathematisch Eindeutiges wie die Berechnung des elektrischen Stroms oder eines Kraftstoffgemisches für den Verbrennungsmotor. Das sind sie leider nicht. In Wahrheit gibt es noch keine Börsenformeln trotz hinlänglicher Versuche, sie zu entwickeln. Die Forex Indikatoren liefern Wahrscheinlichkeiten, jedoch nicht immer auf dieselbe Weise. Einfach und pauschal ausgedrückt könnte es sein, dass die vier genannten Indikatoren über eine längere Marktphase mit einer bestimmten Periodeneinstellung zu 70 % zuverlässige Signale liefern, dann versagt auf einmal das System und müsste neu justiert werden (in der Regel über veränderte Perioden). Der Trader kann also nur die Trefferquote beobachten. Wenn diese plötzlich sinkt, muss er sich seine Forex Indikatoren neu einstellen.