Forex: Wie finde ich den besten Broker?

Forex Broker ermöglichen den Handel mit Währungspaaren wie Euro gegen Dollar, gegen den Schweizer Franken, das britische Pfund, den japanischen Yen und vielen weiteren Währungspaaren, natürlich auch anderer Währungen gegeneinander (ohne Euro). Die Kursbewegungen am Devisenmarkt unterliegen teilweise sehr starken Schwankungen. Für Trader an der Forex ist es daher wichtig, einen Broker zu finden, der beste Handelsinstrumente und gleichzeitig eine ausgezeichnete, tick- und sekundengenaue Kursfeststellung anbietet. Auch Profis fühlen sich bei der Wahl eines guten Forex Brokers herausgefordert. Es kann sich um einen Market Maker, einen STP- oder einen ECN Broker handeln, der zum persönlichen Tradingstil an der Forex passen muss.

Forex Broker: Worauf kommt es an?

Die Anforderungen stellen einzelne Devisentrader recht unterschiedlich. Für manche Akteure an der Forex ist es wichtig, einen Broker mit einer umfangreichen Website und darauf recht vielen Tradingtools zu finden, diese Trader sind sehr technisch orientiert. Andere Forex Trader wünschen sich vor allem sehr niedrige Spreads und eine hohe Ausführungsgeschwindigkeit. Jeder Devisenanleger kann mit einem Demokonto Erfahrungen sammeln und seine Präferenzen herausfinden. Eine Grundvoraussetzung für einen guten Forex Broker sollte daher das vorhandene, kostenlose Demokonto mit möglichst realistischen Ausführungsbedingungen sein. Es gibt Forex Broker, die zwar ein Demokonto anbieten, aber darauf verweisen, dass sich die Ausführung auf diesem Konto – gemeint ist vor allem eine mögliche Slippage (Differenz zwischen Buchungs- und Ausführungskurs) – vom Echtgeldkonto unterscheidet. Das ist für den Trader eher kontraproduktiv, da beim Echtgeldhandel die Slippage und auch die Ausführungsgeschwindigkeit absolut entscheidend sind. Darüber hinaus sollte ein Demokonto länger als 14 Tage zur Verfügung stehen. Ewiges Üben auf dem Demokonto bringt zwar nichts und ist wiederum eher kontraproduktiv, da sich das Verhalten mit echtem Geld ändert. Zwei Wochen Training jedoch genügen nicht, in so kurzer Zeit kann niemand das Trading an der Forex erlernen.

Wichtige und unwichtige Bedingungen beim Forex Broker

Es gibt einige wichtige Bedingungen, die ein Forex Broker erfüllen sollte, andere Eigenschaften werden zwar stark gewünscht, sind jedoch in Wahrheit unwichtig und gehören im Gegenteil eher in den Bereich der Lockvogelwerbung. Zu diesen unwichtigen und sogar kontraproduktiven Features gehören die Depotgröße und die Zahl der Assets.

  • Depotgröße: Tradinginteressierte wünschen vielfach vom Forex Broker ein kleines Handelskonto, sie möchten schon mit 100 Euro traden können. Einige Forex Broker werben damit, dass das möglich sei, das Konto kann daher auch nur mit 50 Euro kapitalisiert werden. Das lockt unerfahrene Trader an, jedoch ist mit diesem Geld in Wahrheit nichts anzufangen. Es gibt wohl weltweit keinen bekannten Fall, in welchem jemand mit 50 oder 100 Euro / Dollar / Pfund sein Trading profitabel gemacht hätte. Wer nicht anfangs mindestens 1.000 Euro übrig hat, die er auch schmerzarm verlieren könnte, hat nicht nur an der Forex, sondern überhaupt beim Trading nichts verloren.
  • Zahl der Assets: Es wirkt sehr interessant, wenn ein Forex Broker viele Dutzend oder gar (zusammen mit anderen Assetklassen) 150 bis 200 Anlagewerte anbietet. In der Praxis arbeiten aber viele Trader über Jahre mit einem bis höchstens sechs oder sieben Werten, die schließlich auch beobachtet werden wollen. Die Zahl der Assets ist nicht so wichtig wie allgemein angenommen.

Diesen eher unwichtigen Eigenschaften eines Forex Brokers stehen viele essenzielle Angebote gegenüber:

  • Stopploss-Garantie: Der gesetzte Stopp wird ohne Slippage eingehalten – ein erstklassiges Angebot!
  • Spreads: Diese sollten natürlich so niedrig wie möglich ausfallen, vor allem bei den Majors.
  • Airbag-Funktion: Hiermit garantiert der Broker ein Glattstellen der Position auch ohne Stopploss, sodass die Nachschusspflicht garantiert entfällt.
  • Tools und Charttechnik: Je nach technischer Veranlagung wünschen sich Trader an der Forex relativ ausgefeilte Charts und Tools.
  • Ausführungsgeschwindigkeit: Trader müssen das mit Echtgeld beobachten. Die Ausführung sollte immer unter einer Sekunde bleiben. Ausfallsicherheit: Last, but not least muss ein Forex Broker ausfallsicher sein. Leider erfährt das der Trader erst während der monatelangen Praxis.