Geldanlage Deutschland 2015

Eine sichere Geldanlage ist auf sehr unterschiedliche Art und Weise möglich, der aktuelle Markt bietet zahlreiche Möglichkeiten, mit denen das Geld anlegen rentabel möglich ist. Die verschiedenen Anlagemöglichkeiten unterscheiden sich gravierend in ihren Zinsen, den Risiken und auch in der Flexibilität. Für eine kurzfristige und relativ rentable Geldanlage kann ein Tagesgeldkonto eröffnet werden. Die Geldanlage ist kostenlos möglich und ist durch die staatliche Einlagensicherung gegen einen Verlust abgesichert. Beim Geld anlegen müssen die Anleger keine Mindesteinlagen oder Vertragslaufzeiten beachten und können auf ihr Geld jederzeit zugreifen.

Eine Geldanlage in Form von einem Festgeldkonto ist weitaus rentabler als Tagesgeld und wird mit höheren Zinsen verzinst. Dafür ist das Geld anlegen nur für einen festen Zeitraum möglich und die Anleger können vor Ablauf nicht auf ihre Geldanlage zugreifen. Geld anlegen auf einem Tages- oder Festgeldkonto unterliegt keinerlei Risiken und ist in der heutigen Zeit äußerst beliebt. Für risikoscheue Anleger sind solche Anlagen wesentlich besser geeignet als Wertpapiere oder Aktien. Die hohen Zinssätze sind auch auf jeden Fall rentabler, als ein Sparbuch zum Geld anlegen.

Risikofreudige Anleger, die beim Geld anlegen höhere Gewinne erwirtschaften möchten, legen ihr Geld bevorzugt in Aktien oder Wertpapiere an. Eine finanzielle Absicherung oder ein garantierter Zinssatz ist für diese Anlagen nicht vorhanden. Dafür sind die Chancen relativ groß, aus dem angelegten Geld relativ hohe Gewinne zu erhalten. Die Kurse können je nach aktueller Marktlage stark steigen oder auch stark Zinsen, im schlechtesten Fall verliert der Anleger sein gesamtes Geld.

Auch Edelmetalle wie zum Beispiel Gold oder Silber eignen sich vorzüglich als Geldanlage. Genau wie bei den Aktien sind die Preise aber abhängig vom Markt und können unter Umständen stark schwanken. Eine sehr sichere und auch rentable Möglichkeit zum Geld anlagen ist eine eigene Immobilie. Diese wird gekauft und dauerhaft vermietet, nach einigen Monaten oder Jahren ist das investierte Kapital wieder durch die Mietzahlungen wettgemacht und der Besitzer fängt an Geld zu verdienen.

Für jeden Anleger gibt es auf dem aktuellen Markt eine oder mehrere passende Geldanlagen. Ganz egal welche Geldanlage in Anspruch genommen wird, die Anleger sollten sich im Voraus ausführlich informieren, bevor sie mit dem Geld anlegen beginnen.

Geldanlage in Festgeld

Es gibt viele Möglichkeiten, Geld gewinnbringend anzulegen. Dabei gibt es konkrete Vorstellungen über die Höhe des anzulegenden Geldes, wie lange das Geld angelegt wird, ob das Geld auch sicher angelegt ist und welche Rendite erzielt werden kann. Eine solche Variante bietet das Festgeld. Die Geldanlage in Festgeld ist ein beliebtes Produkt, welches fast alle Bankinstitute mit unterschiedlichen Bedingungen und gespickt mit gewissen Vorteilen anbieten.

Man spricht von Festgeld, wenn über einen bestimmten Zeitraum, den man vorher festlegt, eine Geldsumme auf dem so genannten Festgeldkonto deponiert wird. Interessant ist dabei, dass dieses Geld für den gewählten Zeitraum zu einem genau festgelegten Zinssatz angelegt wird, es gibt somit eine Zinsgarantie. Aber erst am Ende der Gesamtlaufzeit kann über diese Festgeldzinsen verfügt werden. Wer sich für eine Festgeldanlage entscheidet, wird seine Auswahl in erster Linie nach der angebotenen Verzinsung treffen. Die Verzinsung der Geldsumme wird jährlich vorgenommen.

Beim Festgeld handelt es sich um eine sichere Geldanlage ohne Risiko. Es gibt keine versteckten Kosten und die Laufzeit kann individuell verlängert werden. Je nach Bank kann das Festgeldkonto bereits schon mit einem Betrag von 30 Euro eröffnet werden. Auch die Mindesteinlagesumme variiert von Bank zu Bank sowie die Mindestlaufzeit. Es gibt dabei auch die Möglichkeit, dass flexible Einzahlungen oder auch regelmäßige Sparbeiträge getätigt werden können. Einige Banken locken durch zusätzliche Gutschriften, Festgeld ohne Mindest- und Höchstbeiträge, eine kostenlose Kontoführung die Kunden zur Eröffnung eines solchen Kontos.

Möchte man sich für die Anlage Festgeld entscheiden, so bieten einige Internetportale konkrete Übersichten und Vergleiche an. Hier sind einige Banken angeführt mit ihren detaillierten Festgeldkonditionen, vor allem den Zinsen. Über einen Festgeldrechner kann man selbst prüfen, welches Angebot den eigenen Vorstellungen am nächsten kommt. Dabei ist entscheidend, wie viel Geld und wie lange möchte ich anlegen, was habe ich damit vor und wofür ist dieses Geld einmal gedacht. Die Kontoführung beim Festgeld kann per Internet, Telefon oder per Brief vorgenommen werden.

Kapitalanlagen

Eine Kapitalanlage trägt das Ziel, das Vermögen eines Geldanlegers zu vermehren. Es kann sich um Festgeld, Tagesgeld oder andere Möglichkeiten handeln. Entweder
a) beteiligt man sich durch Direktinvestition an einem Unternehmen (d. h. man erhält Unternehmensanteile, aber kein Festgeld) oder

b) man erwirbt bei einer Bank Sparprodukte (hier kann es sich um Sparbücher, Tagesgeld oder Festgeld handeln, aber nicht um Staatsanleihen)

c) oder man investiert in den Kapitalmarkt (man erhält somit an der Börse Anteile von Aktiengesellschaften oder es geht um Staatsanleihen, aber nicht um Festgeld)

Doch warum wählt man Tagesgeld, Festgeld oder andere Optionen?

  • Möchte der Anleger eine Investition tätigen, bei der von hoher Sicherheit die Rede sein? Staatsanleihen oder Tagesgeld werden oft positiv beworben, doch ein Vertrag über Festgeld sieht vor, dass eine Summe über mehrere Jahre hinweg zum selben Zinssatz verzinst wird (unerheblich, ob sich der Leitzins des Marktes ändert). Nach Ablauf der vereinbarten Zeitdauer kann dann der Bankkunde entweder seine Vermögenssumme zuzüglich des Zinsgewinns abheben und frei darüber verfügen oder er kann für genau diesen Endbetrag noch einmal einen Vertrag über Festgeld für eine weitere Anlegedauer vereinbaren. Banken nutzen selbst das Festgeld nicht dafür, an der Börse zu investieren, sondern, um anderen Kunden Langzeitkredite zu finanzieren. Tagesgeld oder Festgeld wird von den Banken selbst nicht in Staatsanleihen investiert.
  • Soll die Investition des Anlegers mit einer hohen Rendite verbunden sein, so kann er seine Kapitalanlage (anders als bei Tagesgeld oder Festgeld) auf Beobachtungen gründen, wie etwa bei der Börse oder bei Staatsanleihen gründen. Hat es sich in der Vergangenheit ergeben, dass z. B. eine bestimmte Aktiengesellschaft in bestimmten Zeitabständen immer wieder Gewinne an der Börse zu verzeichnen hatte, kann der Geldanleger dies zum Anlass nehmen, seinen Handel an der Börse entsprechend auszurichten. Jedoch können Vorgänge an der Börse nicht mit absoluter Sicherheit vorausgesehen werden: Ein Bankkunde kann somit mit der Absicht Geld in die Börse oder in Staatsanleihen investieren, sein Vermögen in kurzer Zeit entscheidend zu vermehren. Ähnlich gilt dies auch für Staatsanleihen. Doch bei beiden – der Börse sowie den Staatsanleihen – lässt sich dies nicht mit kann sich auch eine andere Entwicklung ergeben. In diesem Sinne sind die Aktien und Staatsanleihen einander ähnlich.
  • Ein weiteres Anlageziel eines Bankkunden kann es sein, während der Anlagedauer täglich über sein Geld verfügen zu können. Man nennt dies das Anlageziel der “hohen Liquidität”, ein prägnantes Beispiel ist hier das Tagesgeld. Dem Kunden wird ein Konto zugewiesen, welches allein für Tagesgeld genutzt wird: Die Bank selbst verwendet das angelegte Tagesgeld dazu, anderen Kunden Dispokredite zu gewähren – oder auch dazu, selbst tageweise Investitionen an der Börse zu tätigen. Der Kunde erhält eine Bankkarte, mit welchem er sein Tagesgeld nach Belieben abheben kann – jedoch sind mit dieser Bankkarte keine elektronischen Zahlungen möglich. Ein Konto mit Tagesgeld hat nicht dieselben Funktionen wie ein Girokonto. Dies ist ebenfalls bei einem Online-Konto an der Börse nicht der Fall – auch Staatsanleihen oder ein Konto über Festgeld leisten dies nicht.
  • Überdies kann es im Sinne eines Geldanlegers stehen, nur ethisch wertvolle Gewinne zu erwirtschaften. Wenn man nun die bisher erwähnten Beispiele heranzieht, kann dies heißen: Der Kunde legt nur Tagesgeld oder Festgeld bei Banken an, von denen neutrale Dritte (wie etwa die Stiftung Warentest) feststellen können, dass diese in ihrer Geschäftspolitik nur moralisch vertretbaren Zielen folgen (Stichwort: Christliche Banken). Oder er tätigt nur Investitionen an der Börse bei Aktiengesellschaften, die sie sich nicht an Rüstungsgeschäften, Tierversuchen oder umweltschädigenden Produkten beteiligen. Gleiches gilt für die Erwägung bei Staatsanleihen – nur Staaten mit der Wahrung von Menschenrechten kommen in Frage. Auch bei Produkten an der Börse können Verbraucherberatungen in diesem Sinne eine Hilfe sein, für Staatsanleihen sind die Kriterien von Menschenrechtsorganisationen entscheidend.
  • Staatsanleihen

    Jeder, der eine Staatsanleihe erwirbt, leiht in wörtlichem Sinne diesem Staat Teile des eigenen Vermögens. Staaten nämlich erhalten ihre Kredite nicht bei Geldinstituten, sondern eben in der Form dieser börsengehandeltenwer Wertpapiere. Dem Geldanleger (der somit zugleich Kreditgeber eines Staates ist) werden für Investitionen dieser Art Zinsen gutgeschrieben.

    Täglich können Staatsanleihen verkauft und gekauft werden – dem Käufer wird es verbrieft, dass er den Anspruch hat, seine investierten Beträge zu einem festen Zinssatz und an einem bestimmten Tag zurückgezahlt zu bekommen (mindestens zu dem Preis, zu welchem er die Anleihen erworben hat). Somit ist es abgesichert, dass ein Geldanleger bei der Anlageform der Staatsanleihen kein Geld verliert – jedoch es bleibt (ähnlich wie bei Aktien) unsicher, ob er denn (Zins-)Gewinne erzielt. Der Unterschied zwischen Staaatsanleihen und Aktien bleibt somit folgende: Bei Aktien kann es nur erhofft, jedoch nicht garantiert werden, ob ein Kunde seine Anteile verliert.

    Die Zinsgewinne von Staatsanleihen werden jährlich ausgezahlt, ihre Laufzeit liegt bei zehn Jahren. Die folgenden Gebühren fallen an, wenn ein Kunde Staatsanleihen erwirbt: Zunächst ist dies die Bankprovision, welche für gewöhnlich ungefähr 0,5 Prozent des Kurs- bzw. Nennwertes beträgt. Weiterhin kommen die Maklergebühren hinzu (dies können ungefähr 0,075 Prozent vom Nennwert sein) und ebenfalls die Depotgebühren (die jedoch bei manchen Online-Direktkonten völlig entfallen, ansonsten jedoch im Promillebereich des Nennwertes angesiedelt sind).

    Es kann zwischen Staatsanleihen aus dem In- sowie Ausland gewählt werden und solchen, die im Rahmen einer kurzen, mittleren oder tatsächlich maximalen Laufzeit herausgegeben werden. Auch Staaten werden in gewisse Ratingkategorien unterteilt: Eine gute Bonität besteht, wenn ein Staat mit einer Stufe unter Verwendung des Buchstaben “A” eingeordnet wird: “AAA+”, “AAA” sowie “A1″ gelten als sicher für einen Anleger. Bei allen anderen Ländern besteht zwar grundsätzlich die Möglichkeit eines Renditezuwachses, jedoch wird an dieser Stelle auf das stets begleitende Risiko für einen Verbraucher hingewiesen – Staaten, die nicht in der Lage sind, später ihre Schulden zu begleichen, enthalten hier ein sogenanntes “Ausfallrisiko”.

    Tagesgeld

    Über Tagesgeld spricht man, wenn eine bestimme Summe Geld zu einem, zu dem Zeitpunkt, aktuellen Zins anlegt. Dabei werden meistens höhere Zinssätze angeboten als bei einem Sparbuch oder einem Festgeldmodell.
    Großer Vorteil ist die kurzfristige Verfügbarkeit des angelegten Kapitals. Ein weiterer Vorteil gegenüber anderen Anlagemöglichkeiten ist die geringe zeitliche Bindung. Anders als beim Festgeld oder dem Sparbuch kann man so auf unbestimmte Zeit das Geld anlegen und erhält dabei einen relativ hohen Zins.

    Der Zinssatz liegt aktuell bei etwa 1,9 – 2,2% bei unbestimmter Dauer und ohne Mindestanlagesumme. Der Zinssatz ist allerdings nie konstant, sondern orientiert sich am Leitzins. Dies erfordert sicherlich eine Art der Beobachtung, da man beim stark fallenden Zins das angelegte Kapital wieder umschichten sollte, um weiterhin gute Erträge zu erzielen. In wenigen Minuten kann man die aktuellen Zinssätze im Internet sichten und bei Bedarf auch direkt online abschließen, falls man keinen Wert auf Beratung oder Betreuung legt. Sobald man sich seiner Sache nicht ganz sicher ist, sollte man doch zu seinem Bankberater gehen und einfach mal die Resultate der Internetrecherche diesem vorlegen und meistens sind die Angebote der Hausbank im Detail nicht schlechter.

    Eine Faustregel besagt, man solle das Geld in drei Verfügbarkeiten anlegen: Kurz-, Mittel- und Langfristig. Mit dem Tagesgeld bewegen wir uns im Kurzfristigen Segment und haben bei unerwarteten Engpässen sofort wieder liquide Mittel zur Verfügung. Beim Festgeld bewegen wir uns im mittelfristigen Bereich, da das Geld immer auf eine bestimmte Dauer angelegt wird, meistens auf mindestens zwölf Monate. Hierbei gilt, je länger die Kapitalbindung, desto höher der Zins. Langfristig angelegtes Kapital wird meistens auch über einen längeren Zeitraum angespart wie z. B. Bausparer, Kapitalgebundene Lebensversicherungen oder werden im Aktienmarkt eingesetzt.

    In punkto Sicherheit sind wir bei inländischen Banken immer auf der sicheren Seite und können da ohne Bedenken das Geld anlagen. Bei ausländischen Banken sollte man immer darauf achten, dass diese über eine ausreichende Einlagensicherung verfügen.