Schwedische Kronen Euro Währungsrechner

Dass es das Währungspaar Schwedische Kronen Euro überhaupt noch gibt, war wie bei einigen anderen Währungen von EU-Mitgliedsstaaten – so dem britischen Pfund – eigentlich nicht vorgesehen. Die im politischen und wirtschaftlichen Raum Europas assoziierten Staaten hatten sich im Maastrichter Vertrag zur gemeinsamen Euro-Währung verpflichtet, so auch das 1995 der EU beigetretene Schweden.

Voraussetzung ist immer die Einhaltung von Konvergenzkriterien, die sich am Paar Schwedische Kronen Euro messen lassen. Als der Euro 1999 als Buchgeld startete, erfüllte die Schwedische Krone diese Kriterien noch nicht, stand aber kurz davor. Die Mehrheit der schwedischen Bevölkerung ist allerdings gegen den Euro, schon 2003 ließ die Stockholmer Regierung daher eine Volksabstimmung zur Euroeinführung durchführen. Damals stimmte 56 Prozent der Schweden gegen den Euro, dieses deutliche Signal nahmen die seither bestehenden Regierungen auf. Seit nunmehr 2011 laufen Schwedische Kronen Euro sehr stabil, das Land übererfüllt nämlich inzwischen längst die Konvergenzkriterien und die dafür nötigen wirtschaftlichen Bedingungen. Um nicht laut Maastricht-Vertrag in den Euro gezwungen zu werden, erfüllt die schwedische Regierung ein einziges Kriterium absichtlich nicht: Das Land weigert sich, dem Wechselkursmechanismus II beizutreten, mit dem Schwedische Kronen und Euro fest aneinander gekoppelt würden. Die Schweden wollen heute den Euro noch viel weniger als 2003, ihre Regierung setzt daher keine Volksabstimmungen mehr an. Schwedischen Kronen Euro werden uns also noch eine Weile erhalten bleiben.

Schwedische Kronen Euro: Entwicklung der Währungen

Den Euro gibt es als Buchgeld seit 1999, als Bargeld seit 2002. Die frei konvertierbare Krone wurde 1873 eingeführt, damals war sie das offizielle Zahlungsmittel in Schweden, Dänemark, Norwegen und Island. Erst 1924 gab es eine selbstständige schwedische Variante, die im Verlauf der letzten 90 Jahre abwechselnd an Gold, Silber, einen Papierstandard (wie gegenwärtig), den Dollar und das Pfund gebunden wurde. Den heute geltenden Papierstandard hatte Schweden schon mehrmals erfolgreich angewendet, in den frühen 1930er Jahren bereits orientierte sich die schwedische Zentralbank in ihrer Geldpolitik am Verbraucherpreisindex, um Preisstabilität zu schaffen.

Ebenfalls aus Gründen der Preisstabilität band man noch in den 1930er Jahren die Krone an das stabile britische Pfund durch einen Beitritt zum Sterling Block, später wählten die Schweden den Dollar als Leitwährung, die sich endgültig durch das Bretton-Wood-System etablierte, dem Schweden 1951 beitrat. Nachdem Bretton Woods ab 1973 gescheitert war, trat Schweden dem EKV (Europäischer Wechselkursverbund) bei, verließ ihn aber 1977 und wählte stattdessen einen „trade-weighted basket index“ aus den Währungen der 15 größten Handelspartner, unter denen wiederum der Dollar dominierte. Einen kurzen Versuch ab 1991 der Anbindung an das EWS gaben die Schweden 1992 schon wieder auf, ab sofort unterlag die Krone freien Wechselkursen. Seit der Euroeinführung halten sich Schwedische Kronen Euro sehr stabil in einem Korridor zwischen etwa 8,8 bis 10,6 Kronen für einen Euro, was auf der starken europäischen Assoziierung des Landes basiert. Aktuell sind Spekulationen auf das Währungspaar relativ überflüssig, große Sprünge sind nicht zu erwarten.

Wie werden sich Schwedischen Kronen und Euro in Zukunft entwickeln?

Diese Frage ist spannend, denn das Land muss eigentlich irgendwann dem Euro beitreten. Der Widerstand der Schweden dagegen ist sehr groß, doch ihr Staat hat bei der Unterzeichnung des Maastricht-Vertrages nicht die Opt-Out-Variante gewählt, die einen endgültigen Nichtbeitritt zum Euro ermöglicht. Das taten Großbritannien und Dänemark, diese Staaten können, müssen aber nicht dem Euro beitreten. Schweden hält den Beitritt aktuell nur durch die Weigerung auf, den WKM II (Wechselkursmechanismus II) in Kraft zu setzen. De facto ist dieser aber eigentlich in Kraft, wie sich an der Paarung Schwedische Kronen Euro sehr gut ablesen lässt, die kaum noch schwankt. Es gibt jedoch keinerlei politische Absichtserklärungen aus Schweden, diesen Zustand zu überwinden, im Gegenteil: Ab 2015 ist die Einführung neuer Banknoten und Münzen geplant, die sehr umfangreich (mit Porträts von Greta Garbo, Ingmar Bergman, Astrid Lindgren und anderen Prominenten) ausfällt und sogar zu einer neuen 200-Kronen-Banknote und neuen 2-Kronen-Münzen führt. Daher dürfte die Krone noch auf längere Sicht erhalten bleiben.