TecDax

Der TecDAX ist derjenige deutsche Aktienindex, der die wichtigsten Technologiewerte umfasst. Er gilt als zweitwichtigster Index nach dem DAX, obgleich auch MDAX und SDAX eine große Rolle im deutschen Wirtschafts- und Börsengeschehen spielen. Den TecDAX gibt es seit 2003, zuvor waren 50 der entsprechenden Unternehmen im Nemax50 gelistet gewesen. Der TecDAX umfasst heute nur noch 30 Werte, die quartalsweise aus den 35 größten Werten des Technologiebereiches ermittelt werden. Kriterien sind die Marktkapitalisierung, der fortlaufende Xetra-Handel, der Orderbuchumsatz und die Zahl der in Streubesitz befindlichen Aktien (Free-Float-Gewichtung).

TecDAX: Bedeutung im Jahr 2013

Der Index wird im Jahr 2013 zehn Jahre alt, was für Börsianer ein Anlass ist, über ihn zu resümieren. Die Analysten sehen ihn teilweise recht skeptisch, Vertreter der in ihm gelisteten Unternehmen sind naturgemäß anderer Meinung. Fest steht, dass der TecDAX nie für Kursfantasien wie beim DAX gut war, die vertretenen Technologiewerte sind einfach zu klein. Es gibt Analysten, die offen zugeben, dass sie den Technologieindex kaum mehr beachten. Assetmanager beklagen, dass die enthaltenen Aktien einfach nicht liquide genug seien, verweisen aber darauf, dass sich Privatanleger durchaus dafür interessieren können. Die Vertreter der Deutschen Börse hingegen halten es für wichtig, einen Index für die Technologiewerte zu haben, diese seien nun einmal die Zukunft. Auch Investoren würden das so sehen und konnten immerhin, wenn sie auf den Index fortlaufend setzten, in den letzten zehn Jahren eine Performance von 170 Prozent verbuchen, und das trotz der zwischenzeitlichen Finanzkrisen. Manche Bankanalysten halten allerdings die Aufteilung des Marktes in „neue“ und „alte“ Werte für obsolet. Aus Sicht der Börsianer spielt die Musik längst wieder bei den alten Werten, etwa in der Automobilindustrie, während einige einst prominente TexDax-Werte wie Solarworld inzwischen vor der Insolvenz stehen könnten – ein Szenario, dass zu einem Leitindex einfach nicht passt.

Unternehmen im TecDAX

Ein Sprecher des Laborausrüsters Qiagen, einem aktuellen TecDAX-Wert, fühlt sich im Index „bestens aufgehoben“, auch Pfeiffer Vacuum sieht das so. Die Software AG hingegen würde lieber in den MDAX für Mittelständler wechseln, dort gäbe es eine ausgewogenere Branchenverteilung. Grundsätzlich scheint die Unterscheidung in „Technologiesektor“ oder „wichtiges Mittelstandsunternehmen“ im Jahr 2013 fiel schwerer zu fallen als vor zehn Jahren. Vertreter der Deutschen Börse halten auch aufgrund der auf ihn abgeleiteten Derivate den TecDAX nach wie vor für eine interessante Bereicherung der deutschen Börsenlandschaft.

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