US Dollar Pfund Währungsrechner

Das Währungspaar US Dollar Pfund beziehungsweise sein Pendant – Pfund US Dollar – bezeichnen Händler als „Cable“, es genießt einen geradezu legendären Status hinsichtlich guter Handelsgelegenheiten. Der Kurs, der aktuell bei 0,5964 notiert (14. Mai 2014), hat im Verlaufe des letzten Jahres einen steilen Abstieg hinter sich, was beim US Dollar Pfund nicht ungewöhnlich ist. Es kann genauso gut wieder in die Gegenrichtung gehen. Hier stehen sich zwei aktiv gehandelte Major-Währungen gegenüber, deren dahinterstehende Volkswirtschaften keineswegs immer geradeaus laufen. Auch auf kurze Sicht von Tagen oder Stunden können Derivatetrader mit dem US Dollar Pfund schöne Gewinne erzielen, während Wirtschaftsunternehmen oder Reisende, die entsprechende Devisen tauschen möchten, sich jeweils kurzfristig über die Kurse informieren müssen.

US Dollar Pfund: Was sind die Kurs bestimmenden Faktoren?

Es stehen sich hier im Prinzip US Dollar Pfund und zusätzlich der Euro im Dreieck gegenüber. Natürlich kann man solche Dreiecks- und überhaupt Mehrfachverhältnisse bei allen Währungen annehmen, doch bei dieser speziellen Betrachtung ist in Rechnung zu stellen, dass a) die Briten Mitglied der Europäischen Union und daher mit den Euroländern eng verflochten sind und b) mit dem Euro gegen den Dollar die beiden stärksten Währungen der Welt (von der vorhandenen Liquidität her) gegeneinander gehandelt werden. Es herrscht also ein sensibles Verhältnis zwischen diesen Majorwährungen. Zudem herrscht im angloamerikanischen Raum prinzipiell eine andere Handelskultur vor, die sich wiederum auf den Kurs US Dollar Pfund auswirkt. Das lässt sich mit zwei Sätzen kaum erklären, vielleicht hilft ein Vergleich: Eine Währungskopplung zwischen Majors, wie sie beispielsweise die Schweizer Nationalbank mit der Bindung ihres Franken an die Untergrenze von 1,20 gegen den Euro im Jahr 2011 vollzogen hat, können sich wohl Banker weder in den USA noch in Großbritannien bezüglich ihrer beiden Währungen vorstellen. Hier wird vielmehr der Markt dem freien Spiel der Kräfte überlassen, wovon die Demokraten und wirtschaftlichen Akteure beider Staaten zutiefst überzeugt sind.

Das Währungsverhältnis entsteht daher durch die Handelsaktivitäten auf dem Wirtschafts- und Finanzmarkt, die jeweilige Konjunktur in den beiden Staaten und Währungsräumen spielt dabei die maßgebende Rolle. Aktuell erholt sich die britische Wirtschaft etwas, die USA sind ohnehin auf konjunkturellem Erfolgskurs.

Auch das britische Handelsbilanzdefizit konnte zuletzt zurückgefahren werden, es betrug im April 2014 noch 8,5 Milliarden Pfund, erwartet worden waren 9,0 Milliarden Pfund. Gleichzeitig stieg die Produktion bei den verarbeitenden Unternehmen im Gewerbe um 0,5 Prozent gegenüber März 2014. Beide Wirtschafts- und Währungsräume entwickeln sich also positiv, was eigentlich ein relatives Gleichgewicht zwischen US Dollar Pfund erwarten ließe. Doch im Gleichgewicht waren diese beiden Währungen nie und werden es wohl auch nie sein.

US Dollar Pfund: Währungsreserve und Außenhandelsaktivitäten

Beide Währungen sind für viele Staaten der Welt wichtige Reservewährungen, was aber allein keinen Grund für starke Schwankungen im Kurs abgibt. Der Schweizer Franken ist auch eine Reservewährung und schwankt gegen andere Majors vergleichsweise schwach, der Yen ist volatil, Euro gegen US Dollar liegen eher im Mittelfeld. Zwischen dem Pfund und dem Dollar herrscht eine traditionelle Konkurrenz, die sich aus einer langen Geschichte herleitet. Diese beginnt mit der Kolonialisierung Nordamerikas durch britische Siedler und dem anschließenden Unabhängigkeitskrieg der USA gegen Großbritannien, setzt sich über die Bedeutung des britischen Pfundes als erste Reservewährung der Welt bis ins 19. Jahrhundert fort und endet heute noch lange nicht mit der hartnäckigen Konkurrenz vor allem der beiden Finanzsysteme, die beide durch hohe Marktliberalität geprägt sind.

Die jüngste scharfe Konkurrenz der inzwischen längst Verbündeten ergab sich hinsichtlich ihrer Währungen, als der Dollar im 20. Jahrhundert endlich das Pfund als erste Reservewährung ablöste. Parallel dazu verkleinerte sich das Commonwealth seiner Majestät drastisch, gerade dort ist aber das Pfund immer noch eine wichtige Reservewährung. Was nun das Währungsverhältnis am meisten bestimmt, ist wohl nur für absolute Experten auszumachen. Das Pfund ist aktuell die Reservewährung, die am vierthäufigsten gehandelt wird (nach Dollar, Euro und Yen), das muss den Außenwert beeinflussten. Die Stärke der beiden Wirtschaftsräume dürfte dennoch größeren Einfluss auf den Kurs US Dollar Pfund haben.