US Dollar Franken umrechnen: CHF/USD

Das Währungspaar US Dollar Franken gehört zu den großen Majors, es handelt sich um zwei der Weltleitwährungen. Aktuell ist nicht viel Bewegung in der Paarung, sie weist auf Sicht eines Jahres einen Abwärtstrend im „Sägezahnmuster“ auf, also mit ständigen Auf- und Abschwüngen.

Dass die tatsächlichen Schwankungen eher marginal ausfallen, ist kein Wunder: Der Schweizer Franken ist seit 2011 auf eine Untergrenze von 1,20 gegen den Euro fixiert, das beeinflusst auch den Kurs US Dollar Franken. Die SNB (Schweizer Nationalbank) hat damit auf die damalige Euroschwäche reagiert, welche die Anleger wieder einmal zur Flucht in den Franken trieb. Die daraus resultierende Stärke des Schweizer Franken hatte zuletzt die Schweizer Exportwirtschaft gefährdet.

US Dollar Franken: Hintergründe der Wirtschaftsräume

Die Schweiz ist ein kleines, aber wirtschaftlich ungemein starkes Land mit fast keiner Inflation und der legendären Finanz- und Bankenwirtschaft. Die USA sind zwar ein Wirtschaftsriese, werden aber immer wieder von Krisen geschüttelt. Im Jahr 2014 erholt sich die US-Wirtschaft wieder einmal von so einer Krise, die aus den Verwerfungen im Subprime-Bereich der Jahre 2007/2008 mit anschließendem Crash im Aktienmarkt resultierte, aber als überwunden gelten darf. Dem steht die starke und immer stärker werdende Schweiz gegenüber. Auch diese Hintergründe bewirken, dass sich US Dollar Franken nur wenig bewegen.

Zuletzt stiegen die schweizerischen ZEW-Konjunkturerwartungen svon 7,0 auf 7,4 Punkte (Auswertung von Anfang Mai 2014). Dieser Indikator misst die wirtschaftliche Entwicklung hinsichtlich ihrer Stabilität, die Schweizer brauchen sich hier keine Sorgen zu machen. Vermutlich wird diese Entwicklung auch in den nächsten sechs Monaten anhalten, eine Prognose, die für die US-Wirtschaft nur selten publiziert wird. Das liegt nicht nur an der starken Wirtschaft der Schweiz, sondern auch an der traditionell neutralen politischen Ausrichtung des Alpenstaates, der sich in internationale Krisen nicht einmischt und beispielsweise nicht – wie die USA – mit exorbitanten Militärausgaben belastet wird, die auch einmal unerwartet steigen können. Dabei handelt es sich durchaus um einen sehr wehrhaften Staat, den jedoch niemand angreift, weil jeder Staat, auch jeder Diktator, Gelder in der Schweiz gebunkert hat. Damit hat die Schweiz schon den Zweiten Weltkrieg blendend überstanden.

Währungshintergründe beim US Dollar Franken

Während der US Dollar seit 1785 die US-amerikanische Währung ist, kann der Schweizer Franken in seinem Ursprung nicht ganz so eindeutig bestimmt werden. Die Helvetische Republik, Vorläufer der heutigen Schweiz, wurde 1798 gegründet und führte einen für die Kantone geltenden Schweizer Franken ein, der zunächst an den französischen Franc gekoppelt war und zudem zwischen einzelnen Kantonen in der Prägung uneinheitlich ausfallen konnte. 1850 übernahm der Schweizer Bund die Münzhoheit, der gültige Schweizer Franken blieb indes an den französischen Silberfranc gekoppelt.

Zwischen 1865 bis 1927 war der Staat Mitglied der Lateinischen Münzunion mit einer festen Gold-/Silberbindung, es folgte ein Goldstandard und anschließend im Rahmen des Bretton-Woods-Abkommens zwischen 1944 bis 1973 eine feste Dollarbindung, wobei der US Dollar Franken mit 0,2285 (für einen Dollar gab es 4,375 Franken) notierte (1949 – 1973, zuvor geringfügig niedriger). Zum Vergleich: Der Kurs US Dollar Franken beträgt heute 0,8896 oder umgekehrt 1,1240 Franken für einen Dollar (Stand: 14. Mai 2014). Der Franken wurde also mit der Freigabe der Wechselkurse gegen den Dollar immer stärker.

US Dollar Franken: Bedeutung im Forex-Bereich

Während Reisende und Wirtschaftsunternehmen natürlich auf dieses Währungsverhältnis schauen müssen, spielt es für die Händler oder Privatanleger (Trader) an der Forex nur eine marginale Rolle. Die Umsätze sind zwar da, sie stammen aber aus dem Interbankenhandel und von institutionellen Investoren. Tradingtechnisch ist das Paar relativ uninteressant, das war in den letzten zehn bis 15 Jahren immer so. Es stehen sich hier zwei reife Währungen und ebenso zwei stark und stabil entwickelten Volkswirtschaften gegenüber, während die Eurozone aktuell inhomogen wirken muss, der Dollar gegen das Pfund eine traditionelle Spielwiese angloamerikanischer Trader und Investoren ist und der Kurs des Dollar gegen den Yen durch die aktuellen Verwerfungen der japanischen Wirtschaft gekennzeichnet ist. Dieser Vergleich mit den anderen Majorpaarungen soll die Betrachtungsweise gegenüber dem Major-Paar CHF/USD schärfen.